Türkisblaues Wasser, kristallklare Sicht, weiße Sandstrände… wen diese Bilder an traumhafte Urlaubsorte in Mexiko oder die Malediven erinnern, liegt weit daneben. Denn auch in Europa existieren solche umwerfenden Regionen. Gerade rund um Wien findet man wunderschöne Badeorte und außergewöhnliche Naturwanderungen. Aber ein See sticht dabei heraus und wird sogar „Karibik Österreichs“ genannt. Was wir meinen? Keinen geringeren als den Achensee in Tirol.
Warum wird der Achensee die „Karibik Österreichs“ genannt?

Den Spitznamen „Karibik Österreichs“ verdankt der Achensee vor allem seiner leuchtend türkisen, fast karibisch anmutenden Wasserfarbe und der außergewöhnlichen Klarheit des Sees. Diese wunderschönen Farben entstehen durch die winzigen Gesteinspartikel der umliegenden Berge, die das Sonnenlicht reflektieren und dem Wasser seine türkise Farbe verleihen. Die malerische Kulisse wird durch die weißen Stränden und imposanten Felsen der Berge ergänzt.
Der See entstand vor etwa 20.000 Jahren durch Gletscherbewegungen in der Eiszeit. Schon früh war die Gegend für ihre umwerfende Schönheit bekannt: Erste „Tourist*innen“ besuchten die Region bereits im späten Mittelalter, später ließen sich Landesfürsten und auch Kaiser Maximilian I dort nieder. Die natürliche Anmut des Achensees blieb kein Geheimnis mehr. Aufgrund seiner Größe und dem maritimen Flair wird er häufig auch als das „Tiroler Meer“ bezeichnet.
Die Legende des Achensees

Um den Achensee ranken sich einige geheimnisvolle Geschichten. Einer Legende nach soll im See ein versunkenes Dorf liegen. Demnach lebten dort einst wohlhabende Bürger*innen. Als eines Tages ein armer, alter Mann das Dorf besuchte und nach Essen und einer Unterkunft bat, verspotteten die Bewohnenden ihn und jagten ihn fort.
Der Mann ließ das nicht auf sich nehmen: Er stieg auf einen umliegenden Berg und verfluchte das Dorf für seine Kaltherzigkeit. Daraufhin stürzte tonnenweise Regen hinab und die gewaltigen Wassermassen versenkten das Dorf, das für immer verschwand.
Wie viel an dieser Legende wahr ist, bleibt Teil des Mythos. Besuchende des Sees berichten aber, dass an klaren Tagen die Spitze des ehemaligen Kirchturms durchs die Wasseroberfläche schimmert.
Welche Aktivitäten kann ich am Achensee erleben?

Die „Karibik Österreichs“ ist das ganze Jahr über ein Paradies. Ob Entspannung oder Aktivurlaub, hier ist für jede*n etwas dabei. An den weißen Sandstränden könnt ihr euch sonnen und im kristallklaren Wasser schwimmen, schnorcheln oder sogar tauchen. Für noch mehr sportliche Erlebnisse sorgen Segelvereine, Bootsfahrten, Windsurf-Schulen sowie Stand-up-Paddling-Verleihe.
Rund um den See bieten sich Wander- und Radtouren entlang der Berge an. Die spektakuläre Aussicht auf den See belohnt die eher anspruchsvolleren Touren durch das Gebirge. Wer es gemütlicher will, kann an der Uferpromenande entlangspazieren.
Außerdem bietet ein Abenteuerpark am See einen Hochseilgarten, Klettersteige und Klettergärten. Golffans finden zwei Golfplätze in direkter Nähe zum See. Und auch im Winter ist der Achensee ein absolutes Highlight: Mehrere kleinere, familienfreundliche Skigebiete befinden sich in direkter Umgebung. Eine beliebte Tradition ist darüber hinaus das Silvesterschwimmen im Achensee – langeweilig wird es in der „Karibik Österreichs“ ganz sicher nie.