Mitten im dichten Grün des Waldviertels parkt ihr euer Auto und steht plötzlich vor einem massiven Stück Geschichte auf einem steilen Granitfelsen. Die Burg Rappottenstein wurde im 12. Jahrhundert von den damals extrem mächtigen Kuenringern hochgezogen. Dieses Bollwerk hat eine ziemlich beeindruckende Bilanz vorzuweisen, denn es wurde in all den Jahrhunderten tatsächlich niemals erobert.
Hier mischen sich Baustile von der Romanik bis zur Renaissance, weil jede Generation der Burgherren immer ein bisserl was Neues dazugebaut hat. Genau diese intakte und absolut unverfälschte Optik zieht nicht nur Geschichts-Fans an, sondern auch große Film- und Fernsehcrews. Die alten Mauern machen auf der Kamera einfach richtig was her.
2009 schnetzelte und kämpfte sich hier Alexandra Neldel durch den bekannten Blockbuster „Die Wanderhure“. Auch für den historischen Zweiteiler „Maximilian I“ mit Schauspielgrößen wie Tobias Moretti wurden hier 2015 aufwendige Szenen im Kettenhemd gedreht.
Übrigens: Falls ihr immer auf dem Laufenden sein wollt zu spannenden Orten, News und Aktivitäten in und um Wien, könnt ihr uns auch gerne auf Instagram oder Facebook folgen!
Euer Weg in die alten Gemäuer

Die Besichtigung ist nur mit einer geführten Tour möglich, die etwa 50 Minuten dauert und euch tief in die Geschichte der Anlage bringt. Die Burg-Saison läuft von Mitte April bis Ende Oktober.
Für Erwachsene kostet das Ticket 14,00 Euro, während Senioren und Studierende 12,00 Euro zahlen. Kinder zwischen 6 und 15 Jahren sind mit 6,00 Euro dabei, und für Familien gibt es ein Kombi-Ticket um 30,00 Euro. Packt aber unbedingt euer physisches Geldtascherl ein, denn oben an der Kasse herrscht strikte Barzahlung und es gibt keinen Bankomaten.
Unser Tipp für Natur-Fans und ausgiebige Jausen
Wenn ihr nach der Tour durch das dunkle Mittelalter ein bisserl ausrasten wollt, hat das Umland richtig gute Wanderungen zu bieten. Packt gute Schuhe ein und wandert zur „Schütt“ am Kleinen Kamp, das ist ein beeindruckendes Naturdenkmal voller riesiger Granitblöcke. Alternativ fahrt ihr ein paar Minuten weiter ins benachbarte Mohndorf Armschlag, wo ihr euch mit echten Waldviertler Mohnzelten den Bauch vollschlagen könnt.
Behaltet bei eurer Planung auch den lokalen Veranstaltungskalender im Auge, denn der großzügige Wirtschaftshof der Burg wird im Sommer oft zur Bühne. Hier gibt es regelmäßig Open-Air-Konzerte, wie Cover-Bands von Ostbahn-Kurti oder lange Gitarren-Nächte. Von Wien aus seid ihr mit dem Auto in knapp einer Stunde und 45 Minuten über die S5 und die B38 direkt in Rappottenstein.