Wenn ihr von Wien aus Richtung Süden schaut, landet ihr ruckzuck in einer Landschaft, die sich nach viel mehr als nur Speckgürtel anfühlt. Die Burgruine Mödling thront dort oben auf ihrem Felsen und sieht genau so aus, wie man sich eine ordentliche Ruine vorstellt.
Einst war das hier kein kleiner Außenposten, sondern eine der größten Burganlagen Österreichs. Im 12. Jahrhundert residierte hier eine Nebenlinie der Babenberger. Sogar der berühmte Minnesänger Walther von der Vogelweide soll hier ein und aus gegangen sein und seine Lieder geträllert haben.
Heute stehen zwar nur noch die Grundmauern und ein paar imposante Bögen, aber genau das macht den Vibe aus. Es ist ruhig, geschichtsträchtig und man fühlt sich sofort ein bisserl in der Zeit zurückversetzt, während man durch die alten Steine spaziert.
Die perfekte Route durch den Naturpark

Das Beste an der Ruine ist der Weg dorthin. Ihr startet am besten direkt in Mödling beim Parkplatz Prießnitztal. Von dort führt ein leiwander Wanderweg durch den Naturpark Föhrenberge.
Der Aufstieg dauert je nach Kondition etwa 30 bis 45 Minuten. Es ist kein krasser Bergmarsch, sondern eher ein ausgedehnter Spaziergang, den man auch nach einem späten Frühstück noch locker schafft. Die Wege sind gesäumt von den typischen Schwarzföhren, die im Wind so herrlich duften.
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Oben angekommen werdet ihr mit einem Panoramablick belohnt, der bei gutem Wetter bis zum Leithagebirge reicht. Die Ruine ist frei zugänglich, ihr müsst also keinen Eintritt zahlen und könnt euch ganz ohne Zeitdruck umschauen.
Was viele nicht wissen

Ein interessanter Fakt für alle Geschichts-Nerds: Die Burg wurde 1529 während der ersten Türkenbelagerung fast komplett zerstört und danach nie wieder richtig aufgebaut. Was wir heute sehen, sind teilweise romantische Rekonstruktionen aus dem 19. Jahrhundert. Man wollte damals einfach wieder dieses „Ritter-Gefühl“ haben.
Unser Tipp für den besten Abschluss: Wenn ihr den Abstieg hinter euch habt, solltet ihr unbedingt noch einen Sprung in die Mödlinger Altstadt schauen. Die Fußgängerzone ist bummvoll mit kleinen Cafés und netten Läden. Ein Achterl Wein in einem der Schanigärten ist nach der Wanderung quasi Pflicht, um den Tag perfekt ausklingen zu lassen.