Wenn ihr in diesen Tagen am Ring aus der Bim steigt, weht euch direkt dieser süße, schwere Duft entgegen. Die Natur ist Ende April endgültig erwacht und taucht die Stadt in kräftige violette Farben. Ihr sucht den perfekten Spot für ein bisserl Frühlingssonne? Dann steuert für die Fliederblüte in Wien direkt den Volksgarten im ersten Bezirk an.
Zwischen weißen Säulen und lila Blüten

Der weitläufige Park rund um den imposanten Theseustempel ist aktuell die beste Anlaufstelle für Blütenliebhaber. Zwischen Ende April und Mitte Mai stehen die Sträucher hier in Vollblüte und verströmen ihren intensiven Geruch. Besonders vor der strahlend weißen Architektur des Tempels wirken die lila Dolden auf euren Schnappschüssen richtig leiwand.
Übrigens: Falls ihr immer auf dem Laufenden sein wollt zu spannenden Orten, News und Aktivitäten in und um Wien, könnt ihr uns auch gerne auf Instagram oder Facebook folgen!
Wer nach dem ausgiebigen Spaziergang ein wenig ausrasten möchte, findet direkt vor den Sträuchern zahlreiche Holzbänke. Von dort habt ihr einen ungestörten Blick auf die Hofburg oder das nahegelegene Burgtheater. Holt euch einfach einen Kaffee to go, setzt euch in die Sonne und genießt das rege Treiben in der Natur.
Verlorenes Wissen über die Fliederblüte in Wien

Wenn man heute an den Volksgarten denkt, fallen einem sofort die knapp 3000 beeindruckenden Rosenbüsche ein. Das war aber in der langen Geschichte des Parks nicht immer so. Als Kaiser Franz I. die Anlage 1823 als ersten öffentlichen Park Wiens eröffnen ließ, gab es das berühmte Rosarium nämlich noch gar nicht.
Ursprünglich waren die riesigen Beete der Anlage fast vollständig mit Flieder und Rhododendren bepflanzt. Erst nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs hat man die Bepflanzung grundlegend umgestellt und sich auf das heutige Rosenmeer fokussiert. Auch wenn die genaue Anzahl der Fliederbüsche heute deutlich geringer ist als früher, zeugen die massiven, alten Sträucher immer noch von den echten historischen Wurzeln dieses Gartens.