Reizüberflutung, ständige Erreichbarkeit und Lärm prägen unseren Alltag massiv. Eine Methode, um das Gehirn komplett auf null zu setzen, kommt ursprünglich aus der Hirnforschung und lässt euch sprichwörtlich abheben. Beim sogenannten Floating liegt ihr in einem speziellen Tank, der mit extrem salzhaltigem Wasser gefüllt ist.
Die Wissenschaft hinter der Reizarmut

Die Idee stammt vom Neurophysiologen John C. Lilly, der bereits 1954 erforschte, wie unser Gehirn auf den kompletten Entzug von Sinnesreizen reagiert. Dafür entwickelte er den licht- und schalldichten Samadhi-Tank, der bis heute die Basis der Therapie bildet. Darin liegt ihr in einer Lösung aus Wasser und Epsom-Salz, die exakt auf die Außentemperatur der Haut von etwa 37 Grad erwärmt ist.
Durch die enorme Salzkonzentration entsteht ein unmittelbares Gefühl der Schwerelosigkeit, da das Wasser den Körper wie einen Korken trägt. Weil ihr weder Kälte noch Wärme wahrnehmt, verschwinden die physischen Grenzen zwischen euch und der Flüssigkeit. Das senkt die Produktion von Stresshormonen, entlastet die Wirbelsäule und lockert hartnäckig verspannte Muskeln. Außerdem soll Floating bei Hautkrankheiten förderlich sein, den Schlaf verbessern und die Resilienz stärken.
Durch verschiedene Lichteinstellungen, absolute Stille und Reizamut, kann man in einen meditativen Zustand gelangen.
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3 Studios für eure Auszeit in Wien

Wenn ihr dieses Konzept in Wien selbst ausprobieren wollt, habt ihr gleich mehrere gute Optionen. Das Studio Schwerelos in der Lange Gasse (sowie eine Filiale im 1. Bezirk) bietet moderne Floating Becken an.
Wer das Schweben im warmen Wasser mit klassischen Behandlungen kombinieren möchte, schaut am besten im Time Out Spa im sechsten Bezirk vorbei. Neben dem reinen Schwebebad stehen hier auch ayurvedische Massagen und Hot-Stone-Therapien auf dem Programm. Das ist besonders praktisch, wenn ihr euch einen kompletten Nachmittag freischaufeln und richtig durchkneten lassen wollt.
Ein völlig anderes Konzept verfolgt wiederum das Samadhi Now! in der Sargfabrik im 14. Bezirk. Hier steht der Gemeinschaftsgedanke im Fokus, weshalb das Floaten im geschlossenen Tank zum reinen Selbstkostenpreis angeboten wird. Da es keine festen Öffnungszeiten oder Angestellten gibt, meldet ihr euch einfach vorab für eine ausführliche Erstbegleitung an.