Die erdgeschichtliche Entwicklung Niederösterreichs lässt sich an wenigen Orten so anschaulich nachvollziehen wie am Nordostrand der Wachau. Rund 60 Minuten von Wien entfernt erstreckt sich eine vielseitige Region, die im Jahr 1996 gegründet und 2004 von der UNESCO als Geopark ausgezeichnet wurde. Da hier jedoch das älteste Gebirge Österreichs – das Granit- und Gneishochland – direkt an die Ablagerungen des einstigen Molassemeers grenzt, fasziniert das Gebiet seit Jahrmillionen geformten Gesteinsformationen. Erfahre warum jetzt der perfekte Augenblick ist, um einen Ausflug in den Kulturpark Kamptal zu unternehmen.
Geologische Schätze und lila Edelsteine

Anfangs prägten gewaltige Kontinentalverschiebungen die Landschaft rund um den prägenden Manhartsberg. Zwar wirken die bewaldeten Hügel heutzutage friedlich, aber unter der Erde verbirgt sich das weltweit größte freigelegte Amethyst-Vorkommen. In Maissau könnt ihr beispielsweise für € 17,– pro Stunde im Aushubfeld selbst nach vergrabenen Mineralien schürfen oder den 50 Meter langen Schaustollen unter Tage erkunden. Wer stattdessen urzeitliche Meeresbewohner studieren möchte, findet im Schauraum Obernholz sowie im Krahuletz-Museum in Eggenburg prächtige Fundstücke der Ur-Donau.
Renaissanceburgen, Barockstifte und Weinkultur

Neben geologischen Phänomenen prägen beachtliche Wehranlagen und Schlösser aus vergangenen Jahrhunderten das idyllische Tal. Schloss Rosenburg mit Falknereivorführungen beeindruckt ebenso wie Schloss Grafenegg, das als internationales Festspielareal dient. Ebenso lockt die prunkvolle Benediktinerabtei Altenburg mit unterirdischen Krypten zahlreiche Kulturfans an. Zudem bieten die sonnigen Steillagen um Langenlois und Straß optimale Bedingungen für schmackhaften Grünen Veltliner. Deshalb lohnt sich ein Einkehrstopp bei einem traditionellen Heurigen, nachdem man durch die Weingärten spaziert ist.
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Aktivsportler nutzen dafür das kilometerlange Netz aus gut markierten Rad- und Wanderwegen entlang der kühlen Flussufer des Kamps. Außerdem garantieren die traditionsreichen Moorheilbäder im Kurort Gars am Kamp wohltuende Erholung nach langen Wandertouren im Grünen. Schließlich setzen Sommerkonzerte wie das renommierte Kammermusik-Festival Allegro Vivo kulturelle Glanzpunkte in der gesamten Region. Falls ihr historische Architektur, Sport und Naturgenuss miteinander verbinden möchtet, bietet dieser Abstecher somit eine ideale Wahl für abwechslungsreiche Tagesausflüge. Darüber hinaus laden regionale Badeseen zu einer kühlen Erfrischung ein.