Die Burg Liechtenstein thront majestätisch auf einem Felsrücken am Rande des Wienerwaldes, direkt vor den Toren Wiens in Maria Enzersdorf. Ihre Wurzeln reichen weit zurück. Um das Jahr 1130 wurde die Festung von Hugo von Liechtenstein erbaut, womit sie der absolute Stammsitz des weltbekannten, gleichnamigen Fürstenhauses ist.
Eine Festung mit jahrhundertelanger Geschichte

Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Anlage eine wechselvolle Historie. Sie wurde bei den Türkenbelagerungen in den Jahren 1529 und 1683 schwer zerstört und verblieb lange Zeit als Ruine. Erst im 19. Jahrundert erweckte die fürstliche Familie die Burg aus ihrem Dornröschenschlaf. Sie wurde im historisierenden Geist der Neoromanik wiederaufgebaut, wodurch sie ihr heutiges, charakteristisches Aussehen erhielt. Heute verbindet das Bauwerk auf faszinierende Weise die echte Romanik des Mittelalters mit der romantischen Verklärung des 19. Jahrhunderts.
Erkundung und mittelalterliche Erlebnisse

Für Geschichtsbegeisterte und Ausflugsgäste gibt es eine gute Nachricht. Die Burg Liechtenstein ist für die Öffentlichkeit zugänglich und kann im Rahmen von spannenden, fachkundigen Führungen besichtigt werden. Da die Anlage bis heute im privaten Besitz des Fürstenhauses steht, ist ein Rundgang nur mit einem Guide möglich. Im Inneren der Burg tauchen Besucher tief in die Vergangenheit ein.
Man wandelt durch die beeindruckende Burgkapelle aus dem 12. Jahrhundert, bestaunt historische Wohnräume und sieht kostbare Möbel, Waffen sowie Kunstschätze. Ein besonderes Highlight ist der Wehrgang, der einen tiefen Einblick in die mittelalterliche Verteidigungsarchitektur gewährt.
Auch der umliegende Naturpark Föhrenberge lädt zu ausgiebigen Wanderungen ein. Von den Aussichtsplattformen der Festung aus genießt man zudem einen fantastischen Panoramablick über das Wiener Becken bis hin zur Bundeshauptstadt. Ein Besuch vereint somit perfekt packende Historie, Architektur und Naturerlebnis.
📍Am Hausberg 2, 2344 Maria Enzersdorf
📆 Donnerstag – Dienstag / 10:00 – 16:00 Uhr