Wer beim Blick aus 165 Metern Höhe normalerweise weiche Knie bekommt, muss jetzt stark sein. Der Wiener Donauturm ragt ohnehin schon stolze 252 Meter in den Himmel und hat sich nun ein ziemlich wildes Konstrukt direkt an die Fassade geschraubt. Wenn ihr mit dem Expresslift in die Höhe gondelt, erwartet euch oben nicht mehr nur klassische Aussicht, sondern ein echter Härtetest für die Nerven.
Ein Kunstwerk für den Puls
Der renommierte Künstler Carsten Höller hat dem Betonriesen im Donaupark eine leiwande Attraktion verpasst. Ihr schnappt euch auf der nördlichen Außenplattform einen speziellen Rutsch-Sack, setzt euch in den Einstieg und gebt der Schwerkraft den Rest. Europas höchste Rutsche schlängelt sich dabei als halbdurchsichtige Röhre an der Außenseite des Turms hinab.
Das Material aus Polycarbonat sorgt dafür, dass ihr beim Rutschen direkt auf die Skyline und den 22. Bezirk blicken könnt, denn die Rutsche ist fast komplett durchsichtig. Der gesamte Trip dauert zwar nur knapp sieben bis neun Sekunden, aber dieses kurze Zeitfenster reicht völlig aus, um den Magen ordentlich kribbeln zu lassen. Ihr saust die 15 Meter Höhenunterschied in einem rasanten Tempo nach unten, bis ihr sicher auf der verglasten Ebene landet.
Mehr als nur Panorama
Besonders wenn an sonnigen Feiertagen oben auf der Aussichtsplattform mal wieder g’steckt voll ist, sorgt die Röhre für eine willkommene Action-Alternative zum bloßen Herumstehen am Geländer. Die Konstruktion selbst ist übrigens ein technisches Meisterwerk, das in aufwendigen Flügen mit Hubschraubern an den Turm montiert wurde. Da merkt man erst richtig, was für ein massives Projekt da über den Köpfen der Stadt realisiert wurde.
Was ihr für das Ticket und die Wartezeit wissen müsst
Plant euren Besuch am besten gleich für die frühen Vormittagsstunden, dann spart ihr euch die lange Schlange am Kassenhäuschen im Erdgeschoß. Für die Auffahrt mit dem Lift zahlt ihr aktuell 19 Euro, die Rutsche kostet dann noch einmal 5 Euro extra pro Durchgang. Wichtig für Familien: Ihr müsst mindestens 130 Zentimeter groß sein, um in die Röhre zu dürfen. Wer nach dem Trip eine kleine Pause braucht, kann sich direkt danach im rotierenden Turm-Café bei einer heißen Schokolade ausrasten und den Puls wieder auf Normalniveau bringen.