Ihr braucht eine Pause von der lauten Stadt, wollt aber nicht ewig im Zug sitzen? Schnappt euch eure Wanderschuhe, denn im 22. Bezirk wartet eine echte grüne Lunge auf euch. Das weite Mühlwasser entstand durch die große Donauregulierung in den 1870er Jahren. Wo früher reißende Fluten das Land formten, findet ihr heute eine ruhige Wasserlandschaft, die sich kilometerlang durch die Donaustadt zieht.
Zwischen Schilf und Biberspuren

Die Natur hat sich hier ihr Revier komplett zurückerobert. Wenn ihr am Ufer entlangspaziert, raschelt es ständig im dichten, meterhohen Schilfgürtel. Mit ein bisserl Glück kreuzt ein wilder Biber euren Weg oder ihr entdeckt einen blau schillernden Eisvogel auf der Jagd.
Im Sommer blühen tausende Seerosen auf der Wasseroberfläche und bieten einen satten Kontrast zu den alten Trauerweiden am Ufer. Historisch gesehen ist dieses Gewässer ein abgetrennter Arm der unregulierten Donau. Seit dem späten 19. Jahrhundert fließt das Wasser hier kaum noch, was diese enorme Artenvielfalt an Graureihern und Fischen erst möglich gemacht hat.
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Gemütliche Runden statt anstrengender Hackn

Das Gelände ist komplett flach, was es ideal für einen entspannten Sonntagsspaziergang macht. Ihr könnt stundenlang am Wasser entlanglaufen, ohne wirklich aus der Puste zu kommen. Besonders leiwand ist der Wanderweg rund um den historischen Josefsteg, wo ihr das Gewässer überqueren könnt und tief in die dichte Aulandschaft eintaucht.
Die Anreise aus dem Zentrum ist denkbar einfach und raubt euch keine Nerven. Nehmt einfach die U2 bis zur Station Aspernstraße oder Donaustadtbrücke. Von dort bringen euch die Buslinien 92A oder 93A in wenigen Minuten direkt zu den besten Einstiegsstellen, wie der Haltestelle Kapellenweg.
Was man auf den ersten Blick nicht findet: Die versteckten Badeplätze

Wenn das Thermometer im Sommer ordentlich nach oben klettert, gibt es hier ruhige Alternativen zu den bekannten großen Freibädern. Entlang der unbefestigten Uferwege verbergen sich immer wieder kleine, natürliche Buchten. Dort könnt ihr euer Handtuch ausbreiten, eine Runde im kühlen Wasser schwimmen und nach der ganzen Hackn in der Arbeit ganz ungestört ausrasten.