Der Wiener Prater ist eine echte Institution. Irgendwo zwischen Freizeitpark und ganzjähriger Kirmes bietet er ein buntes Angebot an Fahrgeschäften, Schmankerl und Attraktionen. Neben klassischen Karussells gibt es auf dem Prater auch Kurioses und Historisches.
Das Gelände könnt ihr kostenlos zu jeder Tageszeit betreten und ihr zahlt einzeln für jede Attraktion. Diese haben allerdings nicht alle ganzjährig geöffnet.
Die Geschichte des Praters

Der Prater war ursprünglich ein kaiserliches Jagdrevier und als solches nur dem Adel zugänglich. 1766 schenkte Kaiser Josef II. das Areal den Stadtbewohnern und machte daraus ein Naherholungsgebiet. Zu der Zeit wurden dort bereits die ersten Gastbetriebe eröffnet. Dadurch entstand der Name Wurstelprater. 1873 fand auf dem Gelände die Weltausstellung statt.
1897 wurde das ikonische Wiener Riesenrad errichtet und der Prater wandelte sich mehr und mehr zum Vergnügungsgebiet. Im zweiten Weltkrieg fielen große Teile des Praters den Angriffen zum Opfer, weshalb er nach 1945 neu aufgebaut wurde. Mehr über die Geschichte des Praters erfahrt ihr im Pratermuseum. Für alle unter 19 Jahren und am jeweils ersten Sonntag des Monats gilt hier freier Eintritt. Im Folgenden stellen wir euch einige der Highlights Praters vor!
📍 Ort: Straße des Ersten Mai, Prater 92
🕑 Öffnungszeiten: Di-So, 11-18 Uhr
Die Zwergerlbahn

Die Hochschaubahn, inoffiziell auch Zwergerlbahn, ist absoluter Kult auf dem Prater. Bei ihr handelt es sich um die älteste Hochschaubahn Wiens. Auf der Berg-und-Tal-Fahrt gibt es einiges zu entdecken. Sie führt euch vorbei an einer Burg und durch mehrere Tunnel. Entlang der Strecke sind überall Gartenzwerge platziert, die der Bahn zu ihrem Spitznamen verholfen haben.
Das Besondere an der 1950 gebauten Bahn ist, dass sie noch über einen Bremser verfügt. Das bedeutet, das im letzten Wagen der Bahn ein Mitarbeitender mitfährt, der die Bahn manuell bremst.
Die Alt Wiener Grottenbahn

Grottenbahnen sind eine österreichische Besonderheit. Dabei fährt man indoor zumeist an mehreren Märchenszenen vorbei, womit sie als Vorläufer der Dark Rides bezeichnet werden können. Die Alt Wiener Grottenbahn existiert bereits seit 1898 auf dem Prater und war die erste elektrisch betriebene Bahn auf dem Gelände.
Der Olympia-Looping

Viele kennen sie vom Oktoberfest, tatsächlich verbringt die längste transportable Achterbahn der Welt mittlerweile die meiste Zeit aber auf dem Prater. Gleich fünf Loopings erwarten euch auf der insgesamt 1250 Meter langen Strecke, die ihr mit einer Maximalgeschwindigkeit von 90 km/h durchfahrt. Durch die bunten Farben, die die olympischen Ringe symbolisieren, wird sie auch optisch zum Hingucker.
Der Wiener Looping

2025 wurde diese Achterbahn auf dem Prater eröffnet. Gebaut von Mack Rides, der Familie, die auch den Europapark betreibt, bildet sie ein spektakuläres neues Highlight. Mehrere Überkopfelemente und Windungen sorgen für ein intensives Fahrerlebnis.
Madame Tussauds auf dem Wiener Prater

Nicht nur Fahrgeschäfte gibt es auf dem Pratergelände. Neben dem bereits erwähnten Pratermuseum, befindet sich mit dem Madame Tussauds ein weiteres Museum auf dem Areal. In dem Wachsfigurenkabinett könnt ihr euch mit den Nachbildungen nationaler und internationaler Stars ablichten lassen, wie Zendaya, Ariana Grande und Conchita Wurst.
Weitere Attraktionen

Der Prater hat abseits der zahlreichen Achterbahnen und Karussells noch so viel mehr zu bieten. Im Planetarium könnt ihr die Sterne beobachten, in der Magic World lasst ihr euch von der Magieshow verzaubern oder ihr rutscht im Toboggan die älteste Holzrutsche der Welt herunter. Wenn ihr Hunger habt, besucht eines der vielen Lokale oder lasst euch bei der Dinner Show begeistern.