Wenn ihr derzeit das historisches Gebäude an der Ringstraße zur Besichtigung betreten wollt, braucht ihr für diese spezielle Tour zwingend festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen. Anstelle der üblichen Theaterstühle wartet ein Aufstieg über ein temporäres Baugerüst auf euch. Ein Wasserschaden in knapp 18 Metern Höhe erfordert Sanierungsarbeiten und macht diese außergewöhnliche Inspektion für Besucher überhaupt erst möglich.
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Wertvolle Geschichte unter dem Gewölbe

Direkt unter der Decke des Stiegenhauses seht ihr die frühen Arbeiten von Gustav Klimt. Der damals erst 24-jährige Künstler malte hier zwischen 1886 und 1888 gemeinsam mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch diverse Stationen der Theatergeschichte. Auch wenn Gustav Klimt heute vor allem für das Gemälde „Der Kuss“ bekannt ist, dokumentieren diese detaillierten Ölbilder im Burgtheater seine handwerklichen Anfänge.
Pünktlich fünf Minuten vor Start der Tour trefft ihr euch in der Kassenhalle gegenüber dem Rathausplatz. Zunächst betrachtet ihr die fertig restaurierte Decke der Volksgartenseite von unten und studiert danach die originalen Entwurfszeichnungen, die sogenannten Klimt-Kartons, im Foyer. Im Anschluss folgt der eigentliche Aufstieg auf der Landtmannseite, wo ihr den Gemälden auf Augenhöhe begegnet. Die Erläuterungen finden auf Deutsch und Englisch statt.
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Vorverkaufsstart für die letzten Termine

Oben auf der Plattform fallen Details auf, die vom Erdgeschoß aus verborgen bleiben – darunter Klimts einziges gemaltes Selbstporträt in der Szene zum Londoner Globetheater. Hier oben lässt sich genau beobachten, wie Restauratoren die historische Farbe Millimeter für Millimeter mit feinen Wattestäbchen und Kondenswasser von Schmutz befreien. Vor euren Augen erstreckt sich dabei unter anderem das 30 Quadratmeter große Bild „Theater in Taormina“, das größte Deckengemälde Klimts.
Daneben reihen sich weitere Epochen der Theatergeschichte ein, wie der „Altar des Apollo“ von Franz Matsch oder „Hanswurst auf der Jahrmarktsbühne“ von Ernst Klimt. Oben auf der Plattform fallen Details auf, die vom Erdgeschoß aus völlig unsichtbar sind. Dazu gehört eine fein gemalte Zigarette in den Fingern von Ernst Klimt oder das Motiv der britischen Königin Elisabeth I., die im Londoner Globetheater einer Aufführung von Romeo und Julia beiwohnt.
Wie ihr an die letzten Tickets für Juni kommt
Die Freischaltung der letzten Tickets für Juni erfolgt am 10. Mai um punkt 10:00 Uhr online und an der Tageskassa. Pro Person werden maximal zwei Karten ausgegeben, um das Angebot für alle Interessenten fair zu halten. Eure Jacken und Taschen könnt ihr vor dem Aufstieg ablegen, sie bleiben dort während der Tour allerdings unbeaufsichtigt. Solltet ihr keine Tickets für das Gerüst bekommen, ist die reguläre Führung durchs Haus eine Alternative: Dort seht ihr die Kunstwerke der Volksgartenseite im regulären Stiegenhaus und erfasst zumindest die architektonische Gesamtwirkung der Deckenbilder.
🎭 Ort: Burgtheater (Treffpunkt: Kassenhalle, Eingang gegenüber Rathausplatz)
📍 Adresse: Universitätsring 2, 1010 Wien
💶 Eintritt: 25 € (Normalpreis), 18 € (Studierende U27, Lehrlinge, Senior:innen Ü65)
⏰ Zeiten & Tickets: Sonderführungen bis Juni 2026.
🎯Neue Termine für Juni am 10. Mai um 10 Uhr erhältlich. Max. 2 Tickets pro Person.