Es liegt wieder Partystimmung in der Luft! Ob kulinarische Genüsse, kühles Bier, sanfter Jazz oder satter Rock – das Eventjahr 2026 hat für jeden Geschmack das passende Highlight parat. Schnappt euch euren Kalender: Hier sind 9 Straßenfeste und Events in und um Wien, die ihr diesen Sommer unbedingt auf eurer Bucket List haben müsst!
Bluesfestival (Vienna Blues Spring)

Der Vienna Blues Spring ist kein gewöhnliches Festival, sondern eine Institution, die sich wie ein musikalischer roter Faden durch das gesamte Wiener Frühjahr zieht. In Kult-Locations wie dem „Reigen“ in Hietzing oder sogar akustisch im altehrwürdigen Mozarthaus kannst du hautnah dabei sein, wenn internationale Legenden und lokale Szene-Größen ihre Gitarren einstöpseln. Du kannst dich auf intime Unplugged-Sessions einstellen, bei denen das Publikum fast auf der Bühne sitzt, oder bei lauten, elektrisierenden Blues-Rock-Nächten das Tanzbein schwingen. Von klassischem Delta-Blues über souligen R&B bis hin zu wildem Boogie-Woogie deckt das Line-up alles ab. Das Event findet 2026 bereits zum 22. Mal statt und gilt als eines der weltweit längsten Blues-Festivals. Über einen Zeitraum von knapp zehn Wochen stehen hier traditionell über 50 Konzerte auf dem Spielplan. Die musikalische Bandbreite zieht jedes Jahr ein treues Publikum an und macht den 14. Bezirk temporär zum Nabel der europäischen Blues-Welt.
Burgenland Kul(t)inarium

Wer Lust auf pannonische Leichtigkeit hat, muss nicht ins Auto steigen: Für vier Tage wird der historische Platz Am Hof zur ultimativen Genusszone. Hier kannst du dich von Stand zu Stand kosten. Starte mit einem klassischen Bohnen- oder Erdäpfelsterz, schnapp dir ein kühles Glas Uhudler oder einen kräftigen Blaufränkischen und lass dich bei Live-Musik von typisch burgenländischen Blaskapellen (wie den „Hopfenschwingern“) treiben. Ein besonderer Spaß ist das tägliche Bademantel-Gewinnspiel: Wer im Thermen-Outfit an der Bühne erscheint, hat die Chance auf tolle Preise und sogar komplette Thermen-Wochenenden in Top-Resorts wie der St. Martins Therme.
Das Kul(t)inarium feiert 2026 seine 22. Ausgabe. Rund 30 Aussteller aus allen Regionen des Burgenlandes (vom Neusiedler See bis ins Südburgenland) bauen ihre Zelte auf. Ein toller Nebeneffekt: Das Event hat einen karitativen Kern. Das Gläserpfand wird traditionell gespendet, wobei die Einnahmen zu 100 % an Organisationen wie die Krebshilfe gehen.
Wiener Bierfest

Kurz nach dem Burgenland zieht die heimische Brauszene auf den Platz Am Hof. Das Wiener Bierfest ist der perfekte Ort für alle, die mehr wollen als nur das Standard-Helle aus dem Supermarkt. Du kannst dich mit den Braumeistern persönlich unterhalten, an geführten Verkostungen teilnehmen und seltene Craft-Biere oder fassgereifte Spezialitäten probieren. Die Stimmung ist ausgelassen, untermalt von zünftigen Bieranstichen, Promi-Gästen und einem bunten Musikprogramm. Schnapp dir eine Brezn oder einen deftigen Snack an den Gastro-Hütten und finde dein neues Lieblingsbier.
Bei der 15. Auflage im Jahr 2026 präsentieren über 30 österreichische Brauereien stolze 100+ verschiedene Biersorten. Die Stände reichen von der kleinen 2,5-Meter-Craftbier-Hütte bis zum großen Pavillon. Der Eintritt ist komplett frei, gezahlt wird lediglich für die Konsumation – was das Fest in der Vergangenheit zu einem regelrechten Besuchermagneten für Zehntausende Durstige gemacht hat. Hier findet ihr noch mehr Infos dazu!
Südwind Straßenfest

Das Südwind Straßenfest ist eine echte Institution für das „gute Leben für alle“. Der grüne Hof 1 im Alten AKH verwandelt sich an diesem Wochenende in einen globalen Marktplatz. Du kannst hier bei Dutzenden Initiativen und NGOs vorbeischauen, beim „Bock Shop“ stöbern oder dich an den unzähligen Food-Ständen durch afrikanisches, asiatisches oder südamerikanisches Streetfood kosten. Sobald die Sonne untergeht, mutiert das Fest zu einer rauschenden Outdoor-Party: Live-Bands aus Genres wie Afrobeat, Funk, Reggae und Salsa sorgen dafür, dass auf den Wiesen vor der Bühne ausgiebig getanzt wird.
Das Fest bietet ein riesiges Line-up und zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. Ein Highlight ist die legendäre Tombola, bei der jedes Los gewinnt – der Hauptpreis ist oft ein „KlimaTicket Ö Classic“ im Wert von über 1.000 Euro. Der Eintritt ist frei, und das Event finanziert sich unter anderem über ehrenamtliches Engagement und den Verkauf von fairen Produkten.
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Lange Nacht der Praterstraße

Die Praterstraße, die den Praterstern mit der Innenstadt verbindet, zeigt an diesem Tag, warum sie aktuell als eine der spannendsten Achsen Wiens gilt. Du kannst einfach die Straße entlangflanieren und dich treiben lassen: Es gibt kostenlose Backstage-Führungen (zum Beispiel im altehrwürdigen Theater Nestroyhof Hamakom), DJ-Sets vor hippen Cafés, Pop-up-Ausstellungen und unzählige kulinarische Rabatte und Tastings bei den lokalen Gastronomen. Ob beim Line-Dance, bei Clubbings in den Abendstunden oder bei historischen Grätzl-Walks – hier lernst du den 2. Bezirk von seiner intimsten Seite kennen.
2026 findet die „Lange Nacht“ erst zum zweiten Mal statt (Premiere war im Mai 2025), hat sich aber sofort als Hit etabliert. Die Veranstalter vernetzen über 90 teilnehmende Restaurants, Bars, Shops und Institutionen entlang der rund 1 Kilometer langen Straße. Das Event ist Teil eines groß angelegten Geschäftsflächen-Projekts der Wirtschaftsagentur Wien und lockt bei freiem Eintritt Tausende Flaneure an.
Nova Rock 2026

Gut, es liegt nicht direkt in Wien, aber für die Wiener Festival-Community ist das Nova Rock eine jährliche Pilgerfahrt. Auf den berüchtigten Pannonia Fields nahe der ungarischen Grenze erwartet dich vier Tage lang der absolute Ausnahmezustand. Du campst im Zelt, trotzt (meistens) extremer Hitze oder Schlamm und brüllst dir vor den riesigen Bühnen zu den größten Rock-, Punk- und Metal-Bands der Welt die Seele aus dem Leib. Abseits der Mainstages gibt es Flunkyball-Turniere, Riesenräder, unzählige Foodtrucks und das kultige Party-Zelt, in dem bis zum Morgengrauen zu Trash-Pop gefeiert wird.
Das Nova Rock existiert seit 2005 und ist gigantisch. Bei den letzten Ausgaben drängten sich über die vier Tage verteilt rund 225.000 Besucher auf dem Gelände. Das erfordert enorme Logistik: Hunderte freiwillige Helfer des Roten Kreuzes und ein riesiges Sicherheitsaufgebot sorgen dafür, dass die gewaltigen Menschenmassen trotz Hitze und Staub sicher eskalieren können.
Jazzfest Wien

Du kannst hier Weltstars des Jazz, Soul und Funk in einem Rahmen erleben, den es so nirgendwo anders gibt. Stell dir vor, du sitzt im roten Samtsessel der Wiener Staatsoper und hörst eine Soul-Legende singen – die Akustik und Atmosphäre sind magisch. Für die raueren, intimeren Gigs ziehst du weiter in Kult-Clubs wie das „Porgy & Bess“, wo du bei einem Cocktail nur wenige Meter von den Musikern entfernt stehst und die Improvisationen hautnah spürst.
Das Festival bringt seit 1991 internationale Strahlkraft in die Stadt. Frühere Ausgaben verzeichneten regelmäßig über 8.000 bis 10.000 Konzertbesuche bei absoluten Ausnahme-Künstlern. Die Venues sind sorgfältig gewählt: Die Staatsoper fasst rund 1.700 Zuschauer, das 2019 neu hinzugekommene „Globe Wien“ fasst bis zu 1.200 Gäste, während die kleinen Clubs ein exklusives Erlebnis für wenige Hundert Zuschauer bieten.
Schwendermarkt (Saisonale Grätzlfeste)

Der Schwendermarkt im 15. Bezirk ist klein, urig und unglaublich charmant. Bei den regelmäßigen Grätzlfesten stellen die lokalen Standler Tische nach draußen und die Nachbarschaft kommt zusammen. Du kannst frisch gebrautes Bier aus Mikrobrauereien trinken, handgemachte Empanadas oder vegane Delikatessen essen und nebenbei den traditionellen Gemüsehändlern beim Feilschen zuhören. Hier gibt es keine gigantischen Bühnen, sondern Singer-Songwriter mit Akustikgitarren, Kinder-Schminken und DJ-Sets aus dem Lastenfahrrad. Ein Ort zum Entschleunigen.
Der Markt existiert bereits seit 1833 und gehört damit zu den ältesten noch bestehenden Märkten Wiens. Obwohl er mit knapp unter 30 Ständen zu den kleinsten Märkten zählt, hat er durch die Ansiedlung von jungen, kreativen Gastro-Konzepten in den letzten Jahren ein massives Revival erlebt und gilt als Paradebeispiel für gelungene Grätzl-Revitalisierung.
Viktor Adler Markt (Marktfeste)

Ein Besuch am Viktor-Adler-Markt ist wie ein Kurztrip nach Istanbul, gepaart mit tiefstem Wiener Vorstadtflair. An den Festtagen schieben sich die Massen durch die engen Gänge zwischen aufgetürmten Wassermelonen, frischen Gewürzen, Fischständen und traditionellen Fleischhackern. Du kannst an den Eck-Ständen frische Falafel essen, ein Seidel Bier an den berühmten Steh-Beisln trinken und das lautstarke Treiben der Marktschreier beobachten.
Dieser Markt boomt gewaltig. Laut offiziellen Zahlen des Wiener Marktamts aus den letzten Jahren tummeln sich hier mittlerweile rund 39.000 Menschen pro Woche – das war ein massiver Zuwachs von fast 25 % innerhalb kürzester Zeit. Damit zählt er nach dem Brunnenmarkt, Naschmarkt und Rochusmarkt zu den vier meistbesuchten Märkten der Millionenmetropole.