Ein unscheinbarer Tritt auf den Fußabstreifer offenbart eine skurrile Figur, da dort eine der bekanntesten Legenden der Stadt ruht. Mitten im Wiener Griechenviertel befindet sich das historische Gebäude, dessen Wurzeln zwar urkundlich bis ins Jahr 1447 zurückreichen, jedoch noch ältere Geheimnisse bergen. Die alten Kellergewölbe reichen teilweise sogar bis in die Römerzeit zurück und dienten im Zweiten Weltkrieg als geheime Schutzgänge. Wir haben uns die Geheimnisse hinter dem ältesten Wirtshaus Wiens mal näher angeschaut.
Prominente Spuren und eine legendäre Pestgrube

Hier musizierte einst der bekannte Bänkelsänger Marx Augustin, wobei er laut Erzählungen betrunken einen tiefen Sturz in die Pestgrube überlebte. Danach entstand das weltberühmte Wiener Volkslied über den unerschütterlichen Musikanten. Heute erinnert eine sitzende Augustin-Figur direkt beim Lokaleingang an diesen Vorfall, darum werfen Gäste dort gerne Münzen in den kleinen Hut.
Obwohl über die Jahrhunderte verschiedene Namen wie „Gasthaus Zum gelben Adler“ dominierten, blieb die traditionelle Wiener Küche dort stets erhalten. Besonders berühmt ist das geschichtsträchtige Mark Twain Zimmer, weil sich dort historische Größen wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Egon Schiele verewigten. Inzwischen steht dieser Raum unter Denkmalschutz, sodass die historischen Autogramme für die Nachwelt gesichert sind.
Darüber hinaus speisten in diesen Räumlichkeiten Musiklegenden wie Johnny Cash und Luciano Pavarotti. Das Wirtshaus überzeugte sie vollständig, zumal man hier das historische Ambiente hautnah spürt.
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Kulinarische Klassiker und architektonische Zeitreisen

Da das Gebäude über Generationen gewachsen ist, besitzen die acht verschiedenen Gasträume völlig unterschiedliche Niveaus. Im Erdgeschoß liegt das urige Zitherstüberl, hingegen führt eine schmale Wendeltreppe zu den oberen Räumen. Hier wird seit dem Jahr 1852 eine besondere Tradition gepflegt, denn der damalige Wirt brachte das erste Pilsner Urquell nach Wien.
Schließlich überzeugt das traditionsreiche Wirtshaus mit Gerichten wie dem Wiener Schnitzel vom Kalb oder deftigem Tafelspitz mit Kren. Des Weiteren stehen knusprige Schweinsstelzen ebenso wie hausgemachter Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster auf der Speisekarte. Falls ihr einen Besuch plant, solltet ihr 30 bis 50 Euro pro Person einplanen, deshalb ist eine Reservierung im Voraus ratsam, somit bekommt ihr sicher einen Platz.
📍 Griechenbeisl
🕒 Öffnungszeiten: Täglich geöffnet
🏠 Adresse: Fleischmarkt 11 / Griechengasse 9, 1010 Wien
💰 Preisniveau: ca. € 30,– bis € 50,– pro Person