Im Schlaf in den Urlaub reisen? Kein Problem mit einem Nachtzug! Macht abends in der Musikmetropole Wien eure Augen zu und wacht an den schönsten Orten Europas wieder auf. Das Verkehrsnetz in und um Wien ist bereits sehr gut ausgebaut, auch Nachtzüge gibt es. Aber dennoch macht vor allem das fehlende Zugnetz in Europa spontane Fahrten schwierig. Und darüber hinaus kosten Nachtzüge meist deutlich mehr als ein schnellerer Flug. Eine richtige Alternative ist die Zugfahrt damit oft nicht. Ein neuer Nachtzug vom Berliner Startup Nox will genau das aber ändern.
Wie teuer wird der neue Nachtzug?

Klar ist: Die wenigsten Zugfahrten sind Schnäppchen. Die Nachtzüge von Nox sollen aber vergleichsweise billig sein – die Inhaber versprechen aktuell, dass eine Reise billiger als ein Flug sein soll! Für eine Einzelkabine sind daher nur 79 Euro angesetzt, eine Doppelkabine kostet voraussichtlich 149 Euro.
Diese Preise würden so mit einer Standard-Flugreise mithalten und eine echte Alternative bieten. Das ist eines der Hauptansätze des Unternehmens, die damit eine Lücke im Reiseangebot füllen wollen. Denn auch wenn Zugfahrten deutlich besser für den Planeten sind, konnten sie meistens nicht gegen das Angebot von Billigfliegern ankommen.
Ab wann sollen die Züge fahren?
Das Startup Nox hat angekündigt, dass die ersten Züge ab dem Jahr 2027 fahren sollen. Bis 2036 sollen 100 Städte von Berlin aus befahren werden, darunter Paris, Rom, Stockholm und eben auch Wien.
Nicht nur ein wettbewerbsfähiger Preis, sondern auch maximaler Komfort sollen die Reisenden überzeugen. Statt in Sechser-Abteilen zu schlafen, wird es private Kabinen geben – entweder zu zweit oder alleine könnt ihr es euch in zwei Meter langen Betten bequem machen. Es soll darüber hinaus auch einen Sitzplatz mit Tisch und Fenster geben. Und für Stauraum für euer Gepäck wird auch gesorgt sein.
Schon jetzt fahren andere Nachtzüge von Wien los

Wer nicht so lange warten will, der kann natürlich auch schon jetzt die verfügbaren Nachtzüge in Österreich nutzen. Von Wien aus fährt der Nightjet bis Amsterdam, Paris, Bregenz, Hamburg oder Rom. Die Preise sind meist im oberen Budget, neuere Züge verfügen immerhin aber auch über private Schlafkabinen.
Österreich gilt neben seinem grünen Stadtumbau auch als Vorreiter im Nachtzug-Segment in Europa. Insbesondere die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben das Nachtzugangebot in den letzten Jahren massiv ausgebaut und betreiben das größte zusammenhängende Netzwerk von Nachtzügen in Europa. Und der neue Nachtzug kann das Angebot um eine weitere – voraussichtlich günstigere – Alternative erweitern.