Ein Oktopus mitten in Wien? Auf diese Idee konnte nur ein Künstler*innenkollektiv kommen. Zusammen mit „Johann Strauss 2025 Wien“ hat sich „God’s Entertainment“ ein Programm für den Karlsplatz ausgedacht. Der unübersehbare Höhepunkt: Ein riesiger, begehbarer Tintenfisch auf dem Platz,. Genauer gesagt, mitten im Spiegelteich am Karlsplatz, denn Oktopusse schwimmen bekanntlich ja im Wasser. Vom 15. August bis 13. September wird diese ungewöhnliche Oktopusskulptur zum Bewegungsort bei einer vierwöchigen Veranstaltungsreihe. Wir verraten euch, was ihr aktuell auf dem Karlsplatz und darüber hinaus erleben könnt.
Wofür steht die Oktopusskulptur in Wien?
Die sogenannte „OCT.opus 25“ gehört zum grossen Festjahr „Johann Strauss 2025“. Zum 200. Geburtstag des berühmten Komponisten finden in Wien nun wöchentlich Premieren aus zehn künstlerischen Genres statt, passend zum Oktopus-Motto. Lust auf Musikkonzerte, Kunstausstellungen, Vorträge oder Performance-Darbietungen („Zwischen Tentaklen und Zunge“)? Die Veranstaltungsreihe bietet in ihrem Programm von allem etwas an! Sogar Partys und Tanzdarbietungen („Krakenwalzer“) sind dabei.
Die Oktopusskulpur könnt ihr dabei selbst begehen. Das Kunstprojekt wurde zum Auftakt der Veranstaltung eröffnet und ist das zentrale Thema der Installation. Es ist inspiriert von der Kulturtheoretikerin Donna Haraway, die mit dem Oktopus ein Sinnbild für Intelligenz, Berührung und Verbundenheit darstellen will. So sollen einmal ganz neue Perspektiven auf das Leben und die Arbeit von Johann Strauss geworden werden. Denn mit Tintenfischen hat man den Komponisten bisher wohl nicht verbunden.
Wenn ihr also schon immer einmal einen Oktopus von innen erleben wollt, habt ihr jetzt die Gelegenheit dazu: Bis zum 13. September könnt ihr die Installation jeweils von Sonntag bis Donnerstag von 16:00 bis 21:00 betrachten. Der Zutritt ist kostenlos – und das auch für alle anderen Musik- und Kunstdarstellungen. Die Veranstaltungsorte sind nicht nur klassische Bühnen und Open-Air-Locations in allen 23 Wiener Bezirken, sondern auch ungewöhnlichere Orte. Die Performances und Konzerte finden immer freitags und samstags ab 19:30 Uhr statt.
Warum ausgerechnet auf dem Karlsplatz?

Dass die Oktopusskulptur mitten auf dem Karlsplatz steht, ist bewusst so gewählt. Das liegt nicht am Wasser, sondern an Johann Strauss: Der Komponist ist dem Platz über einige Geschichten verbunden. Er wurde als Schüler genau dort aus dem Unterricht verwiesen, da er angefangen hatte zu singen. In der benachbarten Karlskirche heiratete er viele Jahre später dann seine zweite Frau. Zeit also, dass seine Musik an diesen Ort zurückkehrt!
Die Veranstaltungsreihe wirft neues Licht auf sein Werk und lädt euch ein, selbst aktiv zu werden. Durch ein „Herantasten und Herantanzen“ könnt ihr nicht nur neue Walzerformen kennenlernen, sondern euch ganz bewusst mit der Musik von Johann Strauss beschäftigen. Und dazu gehört vielleicht auch, einmal durch einen Oktopus zu laufen…