Ursprünglich war der Abschluss der Arbeiten für heuer geplant. Doch daraus wird leider nichts, wie Zoodirektor Stephan Hering-Hagenbeck im Oktober im „Wien heute“-Gespräch bestätigte.
Seit dem Jahr 2022 läuft die Generalsanierung des Gebäudes, das bisher unter anderem Fledermäuse beherbergt hat. Der Direktor erklärte, dass die Bausubstanz nach 20 Jahren Betrieb mit hoher Luftfeuchtigkeit massivere Schäden aufweist als anfänglich von außen vermutet. Folglich musste beim Bauen im Bestand stark umgeplant werden.
Wände wurden versetzt und das Heizkonzept wurde angepasst, was das Projekt am Ende deutlich komplexer machte. Die gute Nachricht: Dadurch entsteht im Inneren ein komplett neues Konzept, auch wenn die äußere Hülle des Hauses erhalten bleibt. Die Neueröffnung ist nun für Anfang 2027 angesetzt.
Übrigens: Falls ihr immer auf dem Laufenden sein wollt zu spannenden Orten, Event-Rabatten und News in und um Wien, könnt ihr uns gerne auf Instagram, Facebook oder unserem Whatsapp Channel folgen!
Ein Neuzugang mit Seltenheitswert

Sobald das Gebäude seine Pforten öffnet, erwartet die Besucher ein ganz besonderer Bewohner. Der Zoo freut sich künftig auf ein Schuppentier, das in Europa in nur drei anderen Zoos zu sehen ist. Auch ein weiteres Großprojekt im Tiergarten braucht mehr Zeit. Das geplante Artenschutz-Aquarium verschiebt sich von 2028 auf voraussichtlich 2029. Hier sind wegen des UNESCO-Weltkulturerbes ständige Abstimmungen und Anpassungen mit den Behörden notwendig, um moderne Tierhaltung und kulturelles Erbe zu vereinen.
Jubiläum und mögliche Preissteigerungen
Im nächsten Jahr feiert der Zoo sein 275-jähriges Jubiläum, bei dem der Fokus stark auf den Artenschutz gelegt wird. Passend dazu können sich die Besucher auf weitere neue Tierarten freuen. Allerdings schließt Hering-Hagenbeck eine Anhebung der Eintrittspreise nicht aus.
Auf die öffentliche Kritik bezüglich der fehlenden Tiernamen reagierte der Direktor derweil gelassen: Die Tiere haben weiterhin Namen, sie werden nur nicht mehr als Marketinginstrument in der Außenkommunikation genutzt. Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgte zuletzt die aufgehobene Bewilligung für eine Großwaffe im Tierbestand. Der Zoodirektor betonte dazu, dass eine solche Waffe in einem zoologischen Garten vorhanden sein sollte, um im äußersten Notfall ein Menschenleben zu retten.