Wenn ihr mittags durch den Neunten spaziert und eine Schlange aus Studierenden, Business-Leuten und Punks seht, die geduldig vor einer Glasfront warten, dann seid ihr beim Wiener Deewan gelandet. Es ist einer dieser Orte, die Wien so leiwand machen: Hier prallen Welten aufeinander, während man sich zum dritten Mal Nachschlag beim Lamm-Curry holt. Das Prinzip ist simpel: Es gibt ein All-you-can-eat-Buffet, ihr esst euch bummvoll und am Ende legt ihr beim Bezahlen genau den Betrag hin, den euch das Essen und der Service wert waren.
Essen bis zum Umfallen ohne Preisdiktat

Das Herzstück im Deewan ist das Buffet, das sich im Erdgeschoss befindet. Meistens stehen fünf verschiedene Currys zur Auswahl – immer zwei mit Fleisch (oft Huhn oder Lamm) und drei vegetarische oder vegane Varianten wie Linsen (Dal) oder Erdäpfel mit Karfiol. Dazu gibt es Reis, frisches Naan-Brot aus dem Ofen und eine Handvoll Saucen, die von mild bis „ordentlich scharf“ reichen.
Das Lokal erstreckt sich über drei Ebenen, wobei der Keller mit seinen Liegeflächen und gemütlichen Ecken perfekt ist, um nach dem Essen ein bisserl auszurasten. Es ist laut, es ist wuselig und es ist herrlich unkompliziert.
Übrigens: Falls du immer auf dem laufenden sein willst zu spannenden Orten und Aktivitäten in und um Wien, kannst du uns auch gerne auf Instagram oder Facebook folgen!
Ein Experiment, das seit 2005 funktioniert

Gegründet wurde der Deewan von Afzaal und Natalie Deewan. Was als gewagtes soziales Experiment startete, ist heute eine Institution. Das „Pay as you wish“-Konzept funktioniert deshalb so gut, weil die Qualität stimmt. Die Zutaten sind frisch, die Gewürze sitzen und man merkt, dass hier nicht gespart wird, nur weil kein Fixpreis auf der Karte steht.
Geöffnet ist der Laden von Montag bis Samstag jeweils von 11:00 bis 23:00 Uhr. Nur am Sonntag bleibt die Küche kalt. Besonders zur Stoßzeit zwischen 12:30 und 14:00 Uhr ist es oft bummvoll, aber das Personal ist fix und meistens wird recht schnell ein Platzerl frei, wenn man ein bisserl Geduld mitbringt.
Was viele nicht wissen

Obwohl das Essen am Buffet „gratis“ (beziehungsweise preislich offen) ist, gibt es eine kleine Ausnahme: Die Getränke und die Desserts (probiert unbedingt den Suji Halwa, einen süßen Grießpudding) haben Fixpreise. Das hilft dem Team, die Kalkulation stabil zu halten. Ein weiterer Insider-Fakt: Der Deewan war eines der ersten Lokale in Wien, das konsequent auf WLAN verzichtet hat, um die Leute dazu zu bringen, wieder miteinander zu reden statt nur aufs Handy zu starren.
📍 Ort: Der Wiener Deewan Liechtensteinstraße 10, 1090 Wien
📅 Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 11:00 bis 23:00 Uhr // Sonn- und Feiertage: Geschlossen
💶 Preise: Du zahlst, was es dir Wert ist