Wenn sich die ersten warmen Sonnenstrahlen im Wasser der Donau spiegeln und die Luft nach Frühling riecht, passiert nur eine Autostunde von Wien entfernt etwas ziemlich Beeindruckendes. Knapp 100.000 Marillenbäume hüllen die Wachau in ein zartrosa Gewand. Statt Hektik und Lärm gibt es hier Natur pur. Eine ideale Gelegenheit, um den Kopf frei zu bekommen und richtig durchzuatmen. Hier haben wir euch die wichtigsten Infos zu Orten, Zeiten und Geheimplätzen zusammengefasst.
Wann ihr fahren solltet

Aktuell stehen die Obstgärten kurz vor der Vollblüte, die traditionell um die Osterwoche Ende März bis Anfang April ihren Höhepunkt erreicht. Das rosa Spektakel hält dann, je nach Laune des Wetters, gut zwei bis drei Wochen an.
Damit ihr nicht vor geschlossenen Knospen steht, gibt es einen ziemlich smarten Trick. Checkt vor eurer Abfahrt einfach die Live-Webcam auf wachauermarille.at. So seht ihr in Echtzeit, wie weit die Natur in den Gärten rund um Arnsdorf schon ist.
Die beste Route für einen Spaziergang am Wasser

Für die dichtesten Blütenmeere steuert ihr am besten das Südufer der Donau an. Besonders in der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf könnt ihr kilometerweit durch die blühenden Obstgärten spazieren und die Seele baumeln lassen.
Wer das Ganze lieber entspannt vom Wasser aus betrachtet, kann sich ab dem 28. März 2026 wieder auf die Linienschiffe der DDSG Blue Danube begeben und die Ufer vorbeiziehen lassen.
Wo ihr das rosa Spektakel fast für euch alleine habt

Wenn euch an der Donau direkt ein bisserl zu viel Trubel herrscht, macht einfach einen Abstecher ins ruhigere Hinterland. Im Spitzer Graben, speziell rund um die kleinen Ortschaften Mühldorf und Elsarn, teilt ihr euch die Landschaft oft nur mit ein paar Einheimischen.
Weil die Obstgärten hier ein Stückerl höher liegen, gehen die Blüten meistens ein paar Tage später auf – perfekt, wenn ihr den Hauptansturm verpasst habt. Hier spaziert ihr völlig tiefenentspannt zwischen den alten Bäumen und den typischen, steilen Steinterrassen.
Übrigens: Falls euch der Anblick der Knospen schon gustrig macht, müsst ihr im Sommer unbedingt wiederkommen. Ab Mitte Juli startet in der Wachau nämlich die Marillenernte, bei der ihr euch pünktlich zur heißen Jahreszeit mit den frischen Früchten direkt ab Hof eindecken könnt.
Unser Tipp, wenn euch der Magen knurrt

Wenn ihr nach dem Spaziergang Lust auf regionale Schmankerl habt, müsst ihr nicht mit leeren Händen heimfahren. Am 3. und 4. April 2026 öffnet der Kremser Marillenblütenmarkt am Dreifaltigkeitsplatz und Pfarrplatz seine Türen.
Von 8 bis 12 Uhr Vormittag füllt ihr euer Sackerl dort mit frischem Gebäck, dem ersten Wein der Saison und natürlich allerlei Marillenprodukten. Packt euch die Ausbeute ein und sucht euch einen gemütlichen Schanigarten in der Kremser Fußgängerzone, um euch noch ein bisserl in der Sonne auszurasten.